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Foto: Mann spielt mit Kleinkind auf grüner Wiese

Graphische Textüberschrift:  Über Novartis behring

Emil von Behring

 

1854

15. März: Emil Adolf Behring wird als fünfter Sohn des Dorfschullehrers August Behring in Hansdorf (Westpreußen) geboren.

 

1867

Besuch des Gymnasiums in Hohenstein, Ostpreußen

 

1874

Möglichkeit zum Studium der Medizin am Militärärztlichen Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin

 

1878

Promotion zum Doktor der Medizin und Chirurgie mit einem augenärztlichen Dissertationsthema. Er beginnt, sich mit Infektionskrankheiten zu beschäftigen und wendet sich der Bakteriologie zu.

 

1880

Foto: Emil von Behring als TruppenarztApprobation in Berlin. Tätigkeiten in verschiedenen Garnisonsstädten als Truppenarzt

 

1885

Bestandene Prüfung als Kreisarzt

 

1887

Behring wird zum Stabsarzt ernannt und geht an das Pharmazeutische Institut der Universität Bonn. Das Hauptziel dieser Forschungseinrichtung ist die Bekämpfung der Infektionskrankheiten durch chemische Mittel. Behring ist der Ansicht, dass Infektionskrankheiten nicht mit körperfremden Chemikalien zu bekämpfen seien, sondern mit körpereigenen Gegengiften. Die Idee bildet den Ausgangspunkt der "ätiologischen oder Blutserumstherapie".

 

1889

Robert Koch ruft ihn als Assistenten an das weltbekannte Hygiene-Institut der Universität Berlin. Enge Zusammenarbeit mit Shibasaburo Kitasato

 

1890

Richtungweisende erste Veröffentlichung, gemeinsam mit S. Kitasato, "Über das Zustandekommen der Diphtherie-Immunität und der Tetanus-Immunität bei Tieren" in 'Deutsche Medizinische Wochenschrift, No. 49. 4. Dezember 1890'

 

1891

Foto: Kongress in LondonVortrag auf dem Internationalen Hygiene-Kongress in London "Über Desinfektion am lebenden Organismus"

 

1892

Publikation grundlegender Gedanken über Blutserum-Therapie bzw. Tetanus-Heilserum. Erste Kontakte zu Friedrich Althoff vom preußischen Kultusministerium

 

1893

Abbildung: Bakterium Corynebacterium diphtheriaeDie erste erfolgreiche Erprobung des Diphtherie-Heilserums am Menschen. Sie wird durch die von Paul Ehrlich entwickelten Anreicherungs-, Mess- und Prüfverfahren des Serums möglich. Vor der Entwicklung dieses Serums war Diphtherie die Kinderkrankheit mit der höchsten Sterblichkeit – "Würgeengel der Kinder".

 

1894

Behring erhält – noch als Assistent von Robert Koch – den Professorentitel.

 

1894

Berufung als Professor an die Universität Halle-Wittenberg. Verhandlungen mit Bonn und Berlin

 

1895

Althoff setzt Behring in Marburg als Direktor des Hygiene-Instituts und zum ordentlichen Professor ein

 

1896

Behring heiratet die 20-jährige Else Spinola in Berlin, die Tochter des Verwaltungsdirektors der Charité.

 

1898

Gründung des Instituts für experimentelle Therapie in Marburg

 

1901

Für die Entdeckung der Antikörper und die dadurch mögliche Herstellung von Impfstoffen erhält Behring den ersten Nobelpreis für Medizin. Er wird in den erblichen Adelsstand erhoben.

 

1903

Verleihung des Titels "Wirklicher Geheimer Rat" mit dem Prädikat "Exzellenz"

 

1904

Unter Aufwendung staatlicher Gelder und des mit 150.800 Schwedenkronen dotierten Nobelpreises gründet Behring in Marbach bei Marburg die Behring-Werke. Als Unternehmer und Forscher ist es ihm möglich, seine kostspieligen Forschungen aus eigenen Mitteln zu betreiben.

 

1907-
1910

Nach körperlichen und geistigen Zusammenbrüchen unterzieht sich Behring einem dreijährigen Sanatoriumsaufenthalt.

 

1912

Grundlegende Veröffentlichung "Einführung in die Lehre von der Bekämpfung der Infektionskrankheiten".

 

1913

Schutzmittel TA (Toxin-Antitoxin-Mischung) gegen Diphtherie wird bekannt gegeben.

 

1914

Auf dem Kongress für Innere Medizin in Wiesbaden berichtet Behring über mit TA geglückte Diphtherie-Bekämpfung bei Massenimpfungen.

 

1914

Behring wird Ehrenbürger der Stadt Marburg, nachdem er langjährig ehrenamtlicher Stadtrat war. Der Krieg schränkt die Forschungsarbeiten ein. Umfangreiche Produktion von Tetanus-Serum für das Heer wird vordringlich.

 

1915

Foto: Emil von Behring in hohem AlterOffizieller Bericht über den Erfolg der aktiven Diphtherie-Schutzimpfung

 

1917

Am 31. März stirbt Behring im Alter von 63 Jahren an einer Lungenentzündung und wird auf der "Elsenhöhe" im Mausoleum beigesetzt. Große internationale Anteilnahme am Tode des Forschers.

 

 

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